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Frauen im Fokus: Medizin neu denken

10.03.2026

v.l.: Awa Naghiour, Ärztin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Beatrice Aretz, Slammerin; Dr. Ulrike Poller, UA-Leiterin Bundesministerium für Gesundheit; Prof. Dr. Mandy Mangler, Prof. für Gyn und Geburtshilfe, Chefärztin Vivantes; Daniel Mouratidis, Leiter der LV Baden-W.

Beim sechsten Frauennetzwerktreffen in der Landesvertretung Baden-Württemberg am 10. März wurde die Benachteiligung von Frauen im Gesundheitssystem thematisiert. Damit sich strukturell etwas ändert, braucht es mehr Forschung und Aufklärung. Frauengesundheit ist mehr als „Bikini-Medizin“ (Reduzierung auf primäre Geschlechtsmerkmale) und Reproduktionsmedizin.

Medizin braucht einen Paradigmenwechsel
Frauengesundheit ignoriert meist die hormonellen, sozialen und strukturellen Faktoren. Dazu kommt „Medical Gaslighting": Viele Patientinnen erleben, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen werden – eine Form von Diskriminierung, die es abzubauen gilt. Positiv bewertet wurde, dass das Bundesgesundheitsministerium erstmals erhebliche Forschungsgelder für Frauengesundheit bereitstellt. Faktenbasiertes Wissen und KI-Daten mit Frauenfokus sind dabei ebenso entscheidend wie eine bessere Kommunikation im Behandlungszimmer. Es braucht eine alltagstaugliche Formel für mehr Eigenverantwortung in der Gesundheitsprävention. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Gesundheitssystem, das strukturell Raum für Prävention schafft und sie nicht nur empfiehlt.