Frauen im Fokus: Medizin neu denken
v.l.: Awa Naghiour, Ärztin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Beatrice Aretz, Slammerin; Dr. Ulrike Poller, UA-Leiterin Bundesministerium für Gesundheit; Prof. Dr. Mandy Mangler, Prof. für Gyn und Geburtshilfe, Chefärztin Vivantes; Daniel Mouratidis, Leiter der LV Baden-W.
Medizin braucht einen Paradigmenwechsel
Frauengesundheit ignoriert meist die hormonellen, sozialen und strukturellen Faktoren. Dazu kommt „Medical Gaslighting": Viele Patientinnen erleben, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen werden – eine Form von Diskriminierung, die es abzubauen gilt. Positiv bewertet wurde, dass das Bundesgesundheitsministerium erstmals erhebliche Forschungsgelder für Frauengesundheit bereitstellt. Faktenbasiertes Wissen und KI-Daten mit Frauenfokus sind dabei ebenso entscheidend wie eine bessere Kommunikation im Behandlungszimmer. Es braucht eine alltagstaugliche Formel für mehr Eigenverantwortung in der Gesundheitsprävention. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Gesundheitssystem, das strukturell Raum für Prävention schafft und sie nicht nur empfiehlt.